Tag 10 – Oban


 

Seal Shore Campsite, Isle of Arran, North Ayrshire KA27 8SE, Vereinigtes Königreich

Gallanachmore Farm, Oban Caravan & Camping Park, Gallanach Rd, Oban, Argyll and Bute PA34 4QH, Vereinigtes Königreich

150 km

Fahrt im Regen und Wind

Es hat die ganze Nacht geregnet und dazu mächtig gestürmt. Uns geht es gut, das Zelt ist einfach super, aber an der Wettersituation hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, der Tag des Wartens beschert uns jetzt Wind und Sturm zur Abreise. Trotzdem. Es geht heute weiter.

Es gelingt uns, alles zu verpacken, ohne das Zelt zu verlassen. Dann warten wir einen Moment ab, als es gerade nicht regnet und der Sturm das Zelt trocknet und packen das Zelt ein. Super! Danach brechen wir auf, die Insel Arran weiter zu umqueren, bei Blackwaterfoot erwandern wir mehrere Steinkreise und fahren weiter nach Lochranza. Dort überrascht uns ein Regen, der erst sich und dann uns gewaschen hat. Der Sturm ist nervig, der Regen aber kühlt uns immer wieder richtig aus. Unsere Sommer-Klamotten bestehen zwar zu 100% aus Erdöl und lassen Wasser recht schnell durch, trocknen aber von innen nach außen ebenso schnell wieder. Das kann GoreTex so nicht. Trotzdem ist es recht kühl. Auf der Fähre nach Kintyre müssen wir auf den Mopeds sitzen bleiben, da die See die kleine Fähre gewaltig durchschüttelt. Auf Kintyre angekommen, steuern wir Richtung Oban, das wir nach einem Tankstop und einer zweiten kompletten Dusche auch erreichen. Schlimmer als der Regen ist aber der Seitenwind oder besser Seitensturm, der unregelmäßig versucht, die Fahrt in den Gegenverkehr zu lenken. In Oban angekommen, suchen wir zuerst den Zeltplatz oberhalb der Stadt auf und checken ein, bauen das Zelt auf und räumen es ein. Der Zeltplatz ist weitläufig mit viel Rasen und aufgrund seiner Lage bietet er einen hervorragenden Blick über die Stadt und die Bucht und die grünen Berge. Alles sehr schön anzusehn. Danach fahren wir nochmal in die Stadt, um Vorräte einzukaufen. Wieder am Zelt angekommen, beginnen wir zu kochen. Langsam melden sich alle Körperteile wieder dienstbereit und die Anspannung der Fahrt fällt von uns ab. Stephan hat beschlossen, statt mit Mopedbenzin mit Methylsprit zu kochen, was sicher deshalb so gesund sein soll, weil der Brenner nicht anspringt. Bis sich diese Wahrheit bei Stephan durchsetzt, müssen unsere Rumpsteaks eben warten und wir essen erstmal Weißbrot, das den Namen nicht verdient und Bacon, dazu Cheddar. Es könnte uns schlimmer treffen, wir könnten Engländer sein und das für Essen halten. Der Abend klingt mit Cider aus. Wir schlafen wie Steine.