Ausrüstung


Was muß mit?

Auf dieser Seite möchte ich unsere Erfahrungen teilen, was die Ausrüstung anbelangt. Es soll keine große Liste werden, aber etwas Struktur soll es haben.

Gepäcktransport

Kommen wir zur Fage Koffer oder Softbags?

Antwort: Softbags, das war leicht!

Wir haben uns für Softbags entschieden und das nach langer Überlegung. Die Vor- und Nachteile setze ich als bekannt voraus. Bei Mopeds unserer Größe sind Softbags ideal, da alles steht und fällt mit geringem Gewicht. Stabile Alu- oder Plastikboxen benötigen ein Trägergestell und alles zusammen ist sehr schwer. Softbags sind es nicht. Und wenn sie rockedized sind, dann halten sie auch. Wir benutzen Softbags von Enduristan. Im einzelne waren das:

Sämtliche Enduristan-Taschen haben ihren Mann gestanden, obwohl sie viel aushalten mußten. Wir haben sie nicht geschont und jeden Tag randvoll gepack, danach zusammengepreßt und festgezurrt und auf dem Moped mit ROKstraps verspannt. Sie sehen aus wie neu. Wir können sie uneingeschränkt empfehlen. In einem Isolation Bag in der Satteltasche ist eine Dose Kettenspray aufgegangen und hat sich mit Druck im Beutel verteilt, der Beutel hat seien Rauminhalt vergrößert, soweit er konnte, aber dicht gehalten. Anderenfalls wäre der gesamte Inhalt der Tasche hin gewesen. Unsere Empfehlung: Enduristan.

Taschen abladen

Softbags von Enduristan

Elektronik

Wieviel Elektronik muß mit?

Wir wollen Fotografieren, mit einer GoPro experimentieren, Telefonieren, Navigieren, Funken, Internet nutzen und 5 Taschenlampen betreiben. Dazu benötigen wir Strom, Akkus und Ladegeräte , diverse Speicherkarten, eine Festplatte und 1 iPad. Das iPad ist hauptsächlich dabei, weil da das Werkstatthandbuch drauf ist. Es zählt also eher zu Werkzeug.

Stromversorgung

Wir spendierte unseren Mopeds je eine USB-Doppelsteckdose am Lenker und eine kombinierte USB/Kfz-Steckdose, die sich bei Bedarf an ein Kabel am Gepäckträger anstöpseln läßt und ein langes Kabel bis zum Zelt hat, sogar mit Batteriewächter.

Während der Fahrt lädt also je 1 Powerbank im Tankrucksack und das Handy als Navi ist auch am Strom. Sind wir am Tagesziel, so hat jeder eine volle Mopedbatterie, eine volle Powerbank und ein geladenes Handy. Auf dem Zeltplatz lädt dann die Mopedbatterie über die Ladegeräte alle weiteren Akkus. Da wir Kickstarter haben, müssen wir auch nicht weiter auf die Batterie achten. Sollten die Mopeds zu weit weg stehen, nutzen wir die Powerbanks. Der Plan ging voll auf. Wir hatten die ganze Fahrt über keine Probleme mit zu wenig Strom.

Tip: Wenn man wissen will, wie viele AA-Akkus oder Handys mit der Mopedbatterie geladen werden können, also ob der Plan aufgeht und man ohne Festnetzstrom auskommt, so sollte man zuerst alles in Wattstunden umrechnen (Wh).

Beispiel 1: Handy

  • Die DR hat eine Batterie mit 5 Ah bei 12 V -> 5 Ah x 12 V = 60 Wh.
  • Das Samsung Note II hat einen Akku mit 3100 mAh bei 3,7 V -> 3,1 Ah x 3,7 V = 11,74 Wh.

Wir wollen jetzt mal alle Verluste bei der Berechnung beiseite lassen und uns freuen, denn die Mopedbatterie lädt das Handy 5 mal.

Beispiel 2: Funkgeräte

Im PMR-Funkgerät Midland G9 sind 4 AA-Akkus mit 2000 mAh bei 1,2 V -> 4 x 2 Ah x1,2 V = 9,6 Wh.

Die Akkus im Funkgerät halten zwar viel länger als nur einen Tag, man könnte sie aber mit der Mopedbatterie 6 Mal aufladen.

Machen wir also mal eine kleine Liste:

Die Mopedbatterie stellt 60 Wh zur Verfügung, Verluste durch alle Ladegeräte usw. ignorieren wir und behalten im Hinterkopf, daß wir hier vereinfacht haben. Jetzt gehen wir weiterhin davon aus, daß wir jeden Tag alle Akkus laden müssen, auch wenn das nicht stimmt. Und letztlich setzen wir voraus, daß die Batterie während der Fahrt wieder komplett geladen wird. Ob das klappt, liegt an der Lichtmaschine und den Verbrauchern wie Lampen, Heizgriffe, Extralampen und weitere Verbraucher.

+ 60 Wh Mopedbatterie

– 11,74 Wh Handy 

– 9,6 Wh Funke

– 10,36 Wh (1400 mAh bei 7,4 V) Canon Akku BP511

– 4,08 Wh (3400 mAh bei 1,2 V) Akku NCR18650B für Taschenlampe

– 4,37 Wh (1180 mAh bei 3,7 V) orig. Akku Gopro 3

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= 19,85 Wh sind übrig, die könnte der E-Starter kriegen, wenn wir einen hätten

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Die Rechnung ist etwas vereinfacht, aber soll auch nur beispielhaft zeigen, wie günstig doch die Zeichen für die energietechnische Unabhängigkeit unterwegs stehen.

Funkgeräte

Die Wahl der Funkgeräte war eine gute. Die Qualität der Kommunikation ist sehr gut. Man sollte sich bei der Wahl der Funkgeräte Gedanken machen. Als Frequenzband bietet sich PMR an, da es fast überall erlaubt ist, eine gute Reichweite hat und anspruchslos gegenüber Hardware und Akku ist. Die Reichweite variiert mit dem Gelände, eine Quasi-Sichtverbindung überbrückt 10 km, viel Beton oder Wald läßt die Reichweite auf 1 km schrumpfen. Zur Kommunikation während der Fahrt ist es perfekt geeignet, auch wenn man sich gerade nicht sieht. Wir empfehlen das PMR-Funkgerät Midland G9, es hat eine etwas längere Antenne, was die Reichweite steigert, ist wasserfest nach IPX5, man benötigt keinen speziellen Akku und kein ebenso spezielles Ladegerät. Es reichen normale AA-Batterien oder Akkus, die es überall gibt. Das Gehäuse ist sehr stabil, und liegt gut in der Hand. Die Reichweite ist fantastisch. Es gibt eine doppelte PPT-Taste für High- und Low-Power. Die High-Power-Taste benötigt man nur, wenn Low-Power an seine Grenzen stößt. So läßt sich hier Akku sparen. Des weiteren gibt es interessante Möglichkeiten der Leistungsmodifikation, falls das mal nötig und vor Ort erlaubt sein sollte, die hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Zum Betrieb benutzen und empfehlen wir Eneloop AA Akkus von Panasonic mit 2 Ah, auch nach vielen Ladezyklen funktionieren diese Akkus wie am ersten Tag. Jedenfalls keine merkliche Einbuße. Billo-Akkus sind hier nicht zielführend. Durch die Kehlkopfmikrofone gibt es trotz offenem Helm keinerlei Windgeräusche und durch die Voice Activation braucht auch kein Knopf gedrückt werden, also muß auch kein Kabel zum Lenker gelegt werden und man ist autark, wenn man mal absteigt. Einzig blöd ist es, wenn der Stöpsel im Ohr verrutscht. Nächstes mal werden es andere Stöpsel werden.

Taschenlampen

Die Taschenlampen waren sehr hilfreich und sind im täglichen Gebrauch, ob beim Gang über den Campingplatz oder zurück vom Pub, bei Reparaturen am Moped oder mit Diffusor auch als Lichtquelle im Zelt oder am Tisch sehr gut zu gebrauchen. Der kleine Deckenstrahler erfüllte auch seinen Zweck als Deckenlampe im Zelt oder unter einem Tarp. Der Akku hält lange, das Teil leuchtet sehr hell, läßt sich aber runterregulieren, er kann auch rot leuchten oder S-O-S blinken, ist wasserdicht und kann neben 5V-USB auch per Kurbel aufgeladen werden, was wir aber nicht taten. Die Taschenlampen mit Diffusor können das meiste davon aber auch. Die Stirnlampen erleichtern das nächtliche Umherlaufen auf dem Campingplatz enorm, sind hell, klein, halten lange. Man hat die Hände frei, was praktisch sein kann für Reparaturen oder ähnliches. Aber die Taschenlampe mit Diffusor kann das auch, sie waren also nicht wirklich nötig. Fazit: Taschenlampen mit Diffusor sind ausreichend.

Datensicherung

Wir haben uns aktiv gegen 1000 Speicherkarten entschieden und lieber auf Datensicherung gesetzt; und das geht so:

Durch OTG benötigen wir dazu nur ein Handy: Das Samsung Note 2 steckten wir in sein Dock und versorgten es über eine Powerbank mit Strom. Dann stöpselten wir einen Kartenleser per USB dran und eine Festplatte an den anderen USB-Port. Dazu nahmen wir ein Y-Kabel und verbanden den freien USB-Stecker auch mit der Powerbank. So bekommt die Festplatte genügend Strom, das Dock kann das allein nicht leisten. Und so kopierten wir einfach alle Karten auf die Festplatte und sicherten so Fotos und Filme.

Oban

Datensicherung der Fotos und Filme von den verschiedenen Speicherkarten auf eine mobile Festplatte

Thema Klamotten

Anders als beim Kapitel Elektronik, gibt es hier einiges, das wir beim nächsten mal anders machen werden. Los gehts.

Wir entschieden uns für Sommerklamotten, damit ewiges Schwitzen im eigenen Saft kein Problem werden sollte. Das hat auch gut funktioniert. Hose und Jacke lassen sich an verschiedenen Stellen öffnen und so kühlt der Fahrtwind ausreichend. Ein weiterer Effekt dieser Sommerkleidung ist, daß Feuchtigkeit stets nach außen transportiert wird. Ein Dauerregen durchnäßt also bis auf die Knochen, es trocknet allerdings auch recht schnell wieder komplett von innen nach außen. Leichter Regen durchnäßt die Kleidung natürlich nicht. Trotz des überwiegend regnerischen Wetters war die Kleidung also die richtige Wahl. Die Stiefel sind einfach nur phantastisch. Das Dauertragen hat den Füßen nichts ausgemacht und den Stiefeln auch nicht. Selbst kleine Wanderungen in die Berge oder am Strand sind ohne Einschränkungen möglich. Außerdem sind sie wasserdicht. Jeder Euro gut angelegt.

Darunter trugen wir lange oder kurze Funktionswäsche und CATERPILLAR Arbeitssocken. Bis dahin eine empfehlenswerte Kombination. Allerdings verzichteten wir auf eine normale Hose, normale Schuhe und Shirts aus Baumwolle. Einzig ein Kapuzenpullover für den Abend. Daher trugen wir bis zum Schlafengehn immer Motorradkleidung. Das nächste mal wird das anders sein. In Oban haben wir 2 Webpelzwesten gekauft, was sich als wirklich gute Idee herausstellte. Sie wärmen gut und lassen sich unter der Jacke tragen. Sie erfüllen unsere Materialansprüche beim Fahren: keine Baumwolle! Damit die Trocknungseigenschaften der Kleidung erhalten bleiben. Wir hatten noch Badelatschen dabei und 2 kleine Mikrofasertücher, die wir für uns, das Zelt und die Mopeds benutzt haben. Das nächste mal kommt ein Shirt, eine Jeans und ein Paar Schuhe mit. Dafür reduzieren wir die Funktionswäsche auf 2x kurz und 1x lang.

Zelt

In Punkto Zelt haben wir alles richtig gemacht. Zelten waren wir alle schonmal. Mal mit Zelten von McKinley, mal JAck Wolfskin. Aber das ist lange her und die Zelte gibt es auch nicht mehr. Also fangen wir nochmal frisch an. Wir haben im Vorfeld viel über Zelte, ihre Bauformen, Materialien und Spezifikationen gelesen und kamen zu folgender Überlegung: Für unsere Reise wollten wir ein Zelt, daß 2 Personen bequem Platz bietet, falls man mal länger im Zelt ausharren muß und außerdem alles Gepäck aufnehmen kann. Schnell merkten wir, daß dafür nur ein Tunnelzelt in Frage kommt, hauptsächlich wegen der Apsiden. Sie sind nicht Bestandteil des Innenzelts und können alles Gepäck  auch ausgepackt aufnehmen. Also einigten wir und auf ein Keron 3 GT. Und weil das recht teuer ist, nahmen wir ein gebrauchtes von ebay. Das Zelt ist leicht, das Packmaß ist super und alle weiteren Eigenschaften sind wie aus dem Werbefilm. Es hat jedem Sturm getrotzt, es kam kein Wasser rein und durch die Belüftung wurde die Feuchtigkeit des Atems hinausgeleitet. Wir empfehlen es uneingeschränkt weiter.

Schlafsäcke

Schlafsäcke sollten leicht sein, kleines Packmaß haben und für die Reise etwas Bequemlichkeit bieten, denn die Nacht soll erholsam sein. Außerdem sollen sie schnell trocknen, wenn sie mal naß werden. Daunenschlafsäcke waren damit aus dem Rennen. Sehr gute Erfahrung haben wir mit dem Carinthia Defence 1gemacht. Es ist ein sehr leichter 3-Seasons-Schlafsack, den es auch in der 2-Meter-Variante gibt. Der Komfortbereich geht runter bis 3 Grad, aushalten kann man es darin aber auch bei tieferen Temperaturen, nur sollte man dann Funktionswäsche tragen. Diese Schlafsäcke bringen ihren eigenen Kompressionsbeutel mit, der sie auf ein Minimaß verkleinert. Das geht superschnell und da man den Schlafsack nicht zusammenlegen muß, sondern einfach in den Beutel stopft, ist es auch sehr einfach.

Isomatte

Bei der Wahl der Isomatte liefen wir sehenden Auges ins Unheil. Wir haben, ohne richtig nachzudenken, 2 selbstaufblasende Isomatte
gekauft, die 10 cm dich werden sollen. Das stimmt auch soweit. Allerding ist das Packmaß eine Zumutung. Zusammengerollt und entlüftet ist es immernoch eine 60 cm breite Rolle mit 30 cm Durchmesser. Dazu kommt, daß man jeden Morgen mit viel Akkuratesse die Luft herauspressen muß, bevor man sie dann ganz eng zusammenrollt und Klettbänder herumschlägt. Das dauert eine ganze Weile und das jeden Tag. In Holland auf dem Rückweg gab dann auch eine Matratze auf und verlor über Nacht alle Luft. Fassen wir zusammen: Großes Packmaß, viel Geduld nötig und halten nicht lange. Keine Empfehlung. Das nächste mal nehmen wir eine leichte Matte von Therm-A-Rest.

Weiterer Inhalt folgt in Kürze….

Kocher

MultiFuel

Eßgeschirr

Topfset

Besteck

Gewürze

Campingmöbel

Tisch

Stuhl

Zubehör

Wasserschüssel

Wasserbeutel

Werkzeug

Ersatzteile